Mit der Rekordzahl von 185.000 Besuchern ist in Leipzig die Computerspielmesse Games Convention zu Ende gegangen. Das waren 2000 mehr als im vergangenen Jahr. Allerdings wurde das von der Messe angestrebte Ziel von mehr als 200.000 Besuchern verfehlt. Dennoch zeigten sich die Veranstalter zufrieden. So sei die Messe deutlich internationaler geworden. Die Zahl der Fachbesucher sei von 8.700 auf 12.300 gestiegen, 43% von ihnen kamen aus dem Ausland. Auch habe das Medieninteresse zugenommen. Es wurden 3.300 akkredierte Journalisten aus 46 Ländern gezählt. 503 Aussteller aus 31 Ländern zeigten ihre neuesten Produkte.
Wichtigstes Thema waren Angebote für neue Zielgruppen: Die Branche will mehr Frauen und auch ältere Spieler anlocken. Laut einer Umfrage des Leipziger Instituts für Marktforschung im Auftrag der Messe waren 52% der Besucher älter als 20 Jahre, 2006 waren es 45%. Ein Fünftel waren Frauen (2006 17%).
Unklar blieb zum Ausklang der sechsten Auflage der Games Convention die Zukunft der Messe über 2008 hinaus. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) will in den kommenden Wochen entscheiden, ob er den im nächsten Jahr auslaufenden Kooperationsvertrag mit der Leipziger Messe verlängert.