Der japanische Elektronikkonzern Sony hat Geschäftszahlen für das dritte Quartal präsentiert. Die Sparte Games konnte zwar ein deutliches Umsatzplus von knapp 43% verbuchen, allerdings wuchs auch der operative Verlust. Grund für das dicke Minus von 593 Mio Euro ist die Playstation 3. Sonys Sorgenkind blieb bisher hinter der Konkurrenz zurück. Die PS3 ging im dritten Quartal 1,31 Mio Mal über die Ladentische, von der Playstation2 wurden 3,28 Mio Exemplare verkauft. Somit vertickt Sony immer noch deutlich mehr technisch veraltete Konsolen. Mit einer deutlichen Preissenkung für die PS3 versucht Sony nun den Absatz anzukurbeln. Besser läuft das Geschäft mit der handlichen PSP. Diese verkaufte sich zwischen Juli und September 2,58 Mio Mal, ein Plus von 560.000 Stück gegenüber dem Vorjahr. Grund dürfte die Markteinführung der neuen und günstigeren PSP Slim & Lite sein. Für die PSP erwartet Sony deshalb jetzt 12 Mio statt bisher 10 Mio Verkaufte im Gesamtjahr, die PS3 soll sich 2007 insgesamt 11 Mio Mal verkaufen.
Beim Konkurrenten Nintendo gibt es dagegen nur strahlende Gesichter. Das
Unternehmen konnte seinen operativen Gewinn im ersten Halbjahr auf umgerechnet 1,16 Mrd Euro verdreifachen. Der Umsatz schnellte um rund 133% nach oben. Zudem wurde die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr (zum wiederholten Mal) erhöht. Grund für die Zuversicht von Nintendo ist die kleine Wii. Die Spielekonsole findet reißenden Absatz. In den abgelaufenen sechs Monate wurden 7,3 Mio Exemplare verkauft. Im Gesamtjahr will Nintendo nun 17,5 Mio Wiis (statt bisher 16,5 Mio) an die Spieler bringen.
Die Wii führt das Rennen um die Marktanteile im Spielkonsolenmarkt deutlich an, Microsofts Xbox 360 konnte allerdings in den letzten Wochen dank des Kassenschlagers Halo 3 Boden gutmachen.